Laufverletzungen sind ätzend - und oft hausgemacht.

  • By DID44428
  • 29 Jan, 2017

Ein Frage-Antwort-Spiel. 

Da sind sie mal wieder. Meine Knieschmerzen. Fast zwei Jahre hatte ich sie im Griff. Jetzt, wo ich mich an die Vorbereitung für den Boston-Marathon machen wollte, haben sie mich jäh aus dem Training gerissen. Wieder einmal. Also rackere ich mich seit zwei Wochen auf Crosstrainer, Spinning-Rad und Rudergerät ab. Und wieder einmal quält mich die Frage: bin ich fürs Laufen gemacht?

Würde eine andere Person mir diese Frage stellen, wäre meine Antwort: "Klar bist du fürs Laufen gemacht. Jeder ist fürs Laufen gemacht. Du musst nur an den richtigen Stellschrauben drehen." Also werde ich mal so tun, als wäre ich diese andere Person und mir ein paar kritische Stellschrauben-Fragen stellen. Vielleicht hast du ja Lust mitzumachen.

Hast du dir deine Ziele realistisch gesetzt?


Wir Läufer sind von Natur aus ehrgeizig. Zumindest ein großer Teil von uns. Wenn wir eine Bestzeit aufstellen, hat die Freude darüber oft nur eine kurze Halbwertszeit - dann poppt das nächste Ziel auf und wir möchten noch besser werden. Meine persönliche Halbmarathon-Bestzeit liegt bei 1:36:33h. Laut Zielzeitrechner von Runner`s World ( http://www.runnersworld.de/wettkampfzeit#laufzeiten ) wäre ich theoretisch in der Lage, einen Marathon in 3:20:46h zu laufen. Theoretisch. Praktisch bin ichmeine Bestzeit  2015 beim München Marathon in 3:29:51h gelaufen. Auf dem letzten Loch pfeifend. Und das, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt nach einer wirklich guten Saison und einem sauber durchgezogenen Trainingsplan in der Form meines bisherigen Läuferlebens war. Davon bin ich momentan, ob es mir passt oder nicht, weit entfernt. Dennoch habe ich einen Trainingsplan gewählt, der auf die 3:20h abzielt. Man kann es ja mal versuchen, dachte ich. Oder man kann sich selbst kaputtlaufen. Ich habe die zweite Möglichkeit gewählt.

Hast du deinem Körper genügend Regenerationszeit gegeben?

Pausentage. Das Hasswort eines jeden Läufers. Ein Tag ohne Sport? Undenkbar! Unser schlechtes Gewissen würde uns den ganzen Tag gehässig an den Ohren ziehen und unser Bewegungsdrang schmollend in Dauerschleife um den Block laufen. Sport ist halt schon eine Sucht. Die beste von allen zwar, aber auch hier bewahrheitet sich die Devise: die Dosis macht das Gift. Wenn wir ehrlich auf unsere letzten Jahre zurückschauen, müssen wir uns oft eingestehen, dass wir eine Überdosis genommen habe. Nicht selten mehrfach.

Hast du auf deinen Körper gehört?

In der Regel sind wir Läufer auf dem Schmerz-Ohr taub. Wir hören weg, wenn es zwickt und zwackt. Pobacken zusammenkneifen, Ibu einschmeißen, weiterlaufen, heißt oft die Devise. Und wenn das Schreien lauter wird, gibt's neue Einlagen. Oder am besten gleich neue Schuhe. Aber unser Körper vergisst nicht. Er merkt sich unsere Spielchen. Und wenn er davon genug hat, steigt er aus. Rien ne va plus. Nichts geht bzw. läuft mehr. Wir wundern uns dann, woher auf einmal die Entzündung in der Achillesferse kommt. Oder der Ermüdungsbruch im Fuß. Und vergessen die vielen roten Karten, die uns unser Körper gezeigt hat. Da sitzen wir dann schmollend auf der Ersatzbank und schauen sehnsüchtig den anderen Läufern beim Spielen zu. Und ärgern uns, dass wir nicht früher auf unseren Cheftrainer gehört haben. 

Warum tun wir Läufer uns das an?

Weil wir das Laufen lieben. Und nicht verstehen können, warum unser Körper das Laufen nicht so oft zulässt, wie es unser Kopf gerne hätte. Wir möchten gerne zu den harten Hunden gehören, die einen Marathon nach dem anderen laufen, einen Ultramarathon obendrauf setzen und Knieprobleme nur aus dem Lehrbuch kennen. Die bei jedem Wetter die Laufschuhe schnüren und heroische Bilder von ihren 30-Kilometer-Läufen im Eisregen mit dem Untertitelposten : "Lockerer Lauf heute. Morgen wieder die lange Strecke." Aber vielleicht sollten wir verstehen, dass man kein harter Hund sein muss, um ein guter Läufer zu sein. Im Gegenteil. Manchmal ist es völlig in Ordnung, ein Schoßhündchen zu sein, das zu Hause im Warmen die Beine ausstreckt und das Faulsein genießt. Und sich darauf freut, nach einer anständigen Erholungspause wieder mit seinem Ehrgeiz um die Wette laufen zu können. 

"Du hast ja recht", denkst du jetzt bestimmt. "Ich werde mir öfter eine Laufpause gönnen. Ich werde meinen Ehrgeiz zurückschrauben und auf meinen Körper hören. Wirklich. Großes Ehrenwort. So, und jetzt Ende der Befragung. Ich muss endlich raus ne Runde laufen. Schließlich müssen auch Schoßhündchen mal Gassi."

Lauf-Liebes-Geflüster

By DID44428 19 Nov, 2017
Von wegen eine ruhige Kugel schieben. Das Training mit der Kettlebell, zu Deutsch "Kugelhantel", stärkt nicht nur die Muskulatur, sondern treibt auch den Puls ordentlich nach oben. Ein weiterer Vorteil: bei den Übungen werden die Muskeln nicht isoliert trainiert, sondern durch komplexe Bewegungsmuster Koordination und Muskelszusammenspiel geschult. Ein perfektes Ausgleichstraining für Läufer - gerade für die Wintermonate.  So kannst du Laufverletzungen vorbeugen und man dafür sorgen, dass du auch abseits der Laufstrecke eine gute Figur machst.

Alles, was du dafür brauchst, ist eine Kettlebell. Diese gibt's inzwischen in den meisten Fitnessstudios oder - fürs Training zu Hause - bereits ab 16,90, zum Beispiel bei Gorillasports  oder Amazon . Frauen starten mit etwa 4-8 Kilogramm, Männer mit 8-12 Kilogramm. Nimm am Anfang lieber etwas weniger Gewicht, um dich an den Bewegungsablauf zu gewöhnen. Nach ein paar Einheiten kannst du das Gewicht dann allmählich erhöhen.

Bereit? Dann kann's losgehen! Hier meine vier Lieblings-Übungen:
By DID44428 16 Oct, 2017

 „Muss das sein?“, fragte meine Mutti, als ich ihr von meinem neuen Vorhaben erzählte. „Du wolltest dieses Jahr doch langsamer machen!“ „Ja!“ antwortete ich. „Genau das ist mein Plan!“ Meine Mutter seufzte und fragte nicht mehr weiter – sie kennt mich und meinen Dickkopf seit 38 Jahren. Ich grinste, streichelte mein Knie und startete mein 9-wöchiges Training für die 71 Kilometer beim Taubertal100.

Die Frage meiner Mutter war berechtigt. Sie war dabei, als ich 200 Kilometer vor Santiago de Compostela weinend im Wald stand, weil mein Knie vor Schmerzen nicht mehr weitergehen wollte. Mit vielen Höhen und Tiefen begleiten mich meine Knieschmerzen seitdem bei jedem Schritt. Etliche Arztbesuche, Physiotermine, Chiropraktiker-Stunden und Blackroll-Sessions haben keinen nennenswerten Erfolg gebracht. Eine Cortison-Spritze brachte kurzzeitige Besserung, doch nach einigen Wochen kamen die Schmerzen wieder. Wäre ja auch zu schön gewesen.

Und dennoch: Ich hatte mir mein Ziel gesetzt. Ich wollte dieses Jahr einen Ultramarathon laufen. Egal, wie unvernünftig es sein mochte. Egal, wie viel Schmerzen es mir bereiten würde. Ich würde alles geben, um dieses Ziel zu erreichen. So bin ich eben: hoffnungslos verliebt ins Laufen. Auch wenn meine Liebe mir manchmal sehr weh tut.

Mein Trainingsplan trug den Titel „In Würde ankommen“  und der Titel war Programm: Die Zeit war mir egal. Bei meinem ersten Ultramarathon ging es darum, die für mich unvorstellbare Distanz von 71 Kilometern zu meistern. An die vorgegebenen Wochen-Kilometer hielt ich mich nur sehr sporadisch. Dennoch war das Training kein Zuckerschlecken. Mir fielen die langsamen, langen Läufe wirklich schwer. Es ist schon eine krasse Umstellung, das Tempo bewusst zu drosseln und langsamer als im eigenen Wohlfühltempo zu laufen. Vor allem für den Kopf. Die Kilometer scheinen sich ins Endlose zu ziehen – und nicht minder anstrengend zu sein.  Wie oft dachte ich verzweifelt nach 20 Kilometern: „Und jetzt nochmal 51 Kilometer – wie soll ich das schaffen?“ Oder nach einem anstrengenden 35 Kilometer-Lauf: „Jetzt hättest du gerade mal die Hälfte geschafft.“ Der Kopf ist ein Teufel, wenn er anfängt zu grübeln. Er kann dafür sorgen, dass du über dich hinaus wächst – oder dass du aufgibst, noch bevor du an den Start gehst. 

Ich entschied mich für Ersteres und biss mich durch. Allen Zweifeln und Ängsten zum Trotz. Und langsam, ganz langsam, gewöhnte sich mein Körper an die neue Belastung.  Mein Durchschnittspuls wurde niedriger – auch bei den schnellen Einheiten - und die langen Läufe zehrten nicht mehr so sehr an meinem Körper. Ich hatte zwar schon oft den Spruch gehört: „Wenn du schnell laufen willst, musst du lernen, langsam zu laufen.“ Aber wirklich geglaubt hatte ich nie daran. Nun spürte ich es am eigenen Körper.

So gelang es mir, meinen ersten Trainingsmarathon im 6er-Schnitt zu absolvieren und zwei Tage später einen sehr zügigen 15 Kilometer-Tempolauf zu machen. Vier Wochen vor dem Taubertal100 dann mein erster Trainings-Ultralauf: 50 Kilometer um den Starnberger See. Eine Woche später 40 Kilometer – mein Geburtstagslauf – gefolgt vom Berlin-Marathon am 24. September. Danach hatte ich ordentlich Schmerzen im Knie, also legte ich zwei Wochen Laufpause ein. Meine Devise: Lieber ausgeruht und weniger trainiert an den Start gehen als noch mehr in die Schmerzen reinlaufen.

Ob mein Plan aufgehen würde?

Am 07. Oktober war es dann so weit: Ich stand an der Startlinie des Taubertal100. Gemeinsam mit etwa 230 anderen Laufverrückten wartete ich bei stockdunkler Nacht auf den Startschuss, der pünktlich um 6 Uhr fallen sollte. Zuvor hatten wir beim Fackellauf die etwa 1 Kilometer lange Strecke vom Hotel Rappen zum Startpunkt zurückgelegt und waren von einem Ritter hoch zu Ross zu unserer Lauf-Reise ausgesandt worden. Mit dem Segen eines echten Ritters konnte ja wohl nix mehr schiefgehen.

Gesegnet fühlte ich mich wirklich, als der Startschuss fiel. Es war wie eine Erlösung. Ich trabte locker los. Zu Beginn relativ weit hinten im Feld und fröhlich tratschend, dann etwas zügiger in meinem eigenen Wohlfühltempo, die kühle Nacht und meine Gedanken genießend. Meine Beine liefen locker und mein Kopf hüpfte vergnügt von einem Gedanken zum nächsten. Nebenbei schälte sich der neue Tag aus seinem dunkelblauen Nachtgewand und verwöhnte uns zwar nicht mit Sonnenschein, aber verschonte uns zumindest von Regen.

Ich hatte mir im Vorfeld oft überlegt, nach welcher Strategie ich laufen würde. Am Morgen die Entscheidung: ich würde alle 10 Kilometer eine Pause machen und mich mit Gel und Getränken stärken. Es schien mir sinnvoll, die lange Strecke in kleine, überschaubare Einheiten zu unterteilen und zu versuchen, mich ausschließlich auf die vor mir liegende Verpflegungsstation zu konzentrieren.

Diese Herangehensweise funktionierte sehr gut für mich. An den Verpflegungsstationen hielt ich mit den Streckenposten ein Pläuschchen, dehnte meine Beinrückseite und ließ mir genügend Zeit für eine Verschnaufpause. Ich hatte extrem gute Laune und schon lange nicht mehr solch einen Spaß beim Laufen. Was mir half: ich konzentrierte mich alle 10 Kilometer auf einen besonderen Menschen in meinem Leben. So schweifte ich in Gedanken vom Jakobsweg mit meiner Mutter zu wilden Partys meiner Jugend mit meiner besten Freundin hin zu den ersten Wanderungen mit meinen Großeltern. Diese positiven Erinnerungen trugen mich beschwingt durch die ersten 30 Kilometer.

Doch dann, so etwa bei Kilometer 34, war es mit der Leichtigkeit vorbei. Plötzlich spürte ich mein Knie immer deutlicher, meine Beinrückseite zwickte unangenehm und die Vorstellung, dass noch 37 Kilometer vor mir lagen, begann auf mir zu lasten wie eine Weste aus Blei. Mein zuvor so lockerer Laufstil wurde schwerfällig, mein Tempo entsprechend langsamer. Ich redete mir gut zu, telefonierte mit meinem Freund und schwor meinem Körper, bei Kilometer 50 eine ausgedehnte Pause zu machen. Doch als ich endlich in Bad Mergentheim ankam, verpasste ich vor lauter Ablenkung die Verpflegungsstation und fand mich wieder auf der Strecke. Kurze Verzweiflung - doch dann sah ich , wild winkend und lachend, eine junge Frau im Lauf-Liebe-Shirt. "Reiß dich zusammen", dachte ich mir. Ich hielt an, wir wechselten ein paar Worte, schossen ein Selfie und ich wollte schon weiterlaufen - da sah ich die Cola in der Hand ihres Mannes. Ich muss ziemlich verzweifelt geschaut haben - jedenfalls gab er mir ein paar Schlucke ab. Die haben mich gerettet.

Als es endlich weniger als 20 Kilometer bis zum Ziel in Tauberbischofsheim waren, entwickelte mein Körper neue Lauf-Energie. Inzwischen lief ich ganz alleine durch Wälder, Wiesen und geschäftige Stadtteile. An einigen Stellen war ich mir nicht mehr sicher, ob ich noch auf der richtigen Strecke war. Doch zum Glück erspähte ich immer wieder  eine blaue, auf den Boden gesprühte „100“. So erreichte ich gut gelaunt den letzten Streckenposten bei Kilometer 65. Ich scherzte mit den Helfern, erwischte aus Versehen ein Becher Bier anstatt Apfelsaftschorle, und machte mich dann auf die letzte Etappe meines Weges.

Obwohl nur noch 6 Kilometer vor mir lagen, wurde es dann nochmal richtig hart. Irgendwie war die Luft raus, mein Gel-Vorrat erschöpft und jeder Kilometer ein Kampf gegen die aufsteigende Müdigkeit in meinen Beinen. Allein der Gedanke ans nahende Ende ließ mich weiterlaufen. Und da tauchten sie endlich vor mir auf, die Fahnen des Türmersturms vom Kurmainzischen Schloss zu Tauberbischofsheim. Majestätisch wehten sie im Wind, fast wie im Märchen. Ich hatte es geschafft. Das war mein Happy End. Mir schossen die Tränen in die Augen, noch bevor ich den Zielbogen erspähen konnte. Überglücklich lief ich über die Pflastersteine des historischen Marktplatzes, am Stadtbrunnen vorbei ins Ziel. Und als ich, vor Freude weinend, meine Siegermedaille entgegennahm und jeden umarmte, der sich nicht schnell genug vor meiner überschwenglichen Lauf-Liebe retten konnte, da wusste ich: „Ja, Ultralaufen muss sein. Nächstes Jahr schaffe ich die 100.“

By DID44428 07 Aug, 2017
Vom Jakobsweg wusste ich bereits, was viele Läufer müde belächeln: Gehen ist anstrengend. Verdammt anstrengend. Jeder, der schon einmal mehr als 30 Kilometer am Stück gegangen ist, wird mir vermutlich zustimmen. Es ist eine andere Anstrengung als beim Laufen. Das Herz-Kreislauf-System wird weniger belastet  - zumindest beim Gehen auf flachen Strecken. Dafür arbeiten Muskeln an deinen Füßen, die du noch nicht einmal kanntest. Und, je länger die Strecke wird, umso wichtiger wird ein Muskel: dein Kopf.

Die Anmeldung für den Mammutmarsch am 5. August 2017 in München erfolgte, wie viele Entscheidungen in meinem Leben, sehr spontan. Etwa eine Woche zuvor hatte ich beschlossen, mich auf dieses Erlebnis einzulassen. Am Abend vorher wollte ich alles abblasen. Die Angst, mir wieder mein Knie kaputt zu laufen, war zu groß. Am nächsten Morgen packte ich, wie selbstverständlich, meinen Rucksack. Mein Freund staunte nicht schlecht, als ich ihm verkündete: „Du, Schatzi, ich laufe jetzt doch.“ Augen rollend fuhr er mich zum Start. Zum Glück kennt er mich und meine spontanen Sinneswandel - und erträgt beides.

Das Gewusel beim Start auf einem Sportplatz in Neuaubing war beeindruckend. Über 1.000 Geh-Wütige hatten sich eingefunden, die das Wagnis „100 Kilometer in 24 Stunden“ auf sich nehmen wollten. Viel Zeit zum Genießen hatte ich nicht. Um 14:15 Uhr aus dem Auto gesprungen, meine Startunterlagen abgeholt, mich auf die (Herren-)Toilette geschlichen – für’s Anstehen bei den Frauen war keine Zeit mehr - kurz auf die Wiese gesetzt und meine halbe Butterbrezel gegessen, dabei Petra, eine Schwäbin aus Stuttgart getroffen. Dann in den Startkorridor gestellt. Dort ein paar Worte mit einem Mitläufer gesprochen - und direkt als Laufpartner ausgewählt. Dann fiel der Startschuss – und mein erster Schritt von etwa 120.000 Schritten, die folgen sollten.

22 Stunden und 40 Minuten später sollte ich dort wieder ankommen. Was dazwischen passierte, füllt Seiten. Im Folgenden nur ein paar Auszüge.

Kilometer 1-40: Wir ließen es sehr ruhig angehen auf den ersten Kilometern. Mein Laufpartner und ich hatten uns viel zu erzählen und gingen die ersten 20 Kilometer in einem gemütlichen Tempo bei strahlendem Sonnenschein. Beim ersten Streckenposten dann kurzes Ausdehnen, Wassertanken, Schuhwechsel und: offizielles Vorstellen. Nach vier Stunden Gespräch kannte ich nun auch den Namen meines Laufpartners: Martin. Auf dem nächsten Streckenabschnitt verabschiedeten sich dann die Sonne, das gute Wetter - und leider auch Martin. Ihm ging es nicht gut und er entschied, sich von einem Taxi abholen zu lassen. Pitschnass, alleine und in tiefer Dunkelheit kam ich bei Streckenposten 2 an. Nach über 8 Stunden Gehen war das mein erster Tiefpunkt. Ich trocknete notdürftig meine Sachen, schloss mich zwei Jungs an und stapfte weiter in die rabenschwarze Starnberger Nacht.

Kilometer 41-59: Mit Mario und Florian, so hießen die zwei, wurde es eine kurzweilige und lustige Nachtwanderung, doch schon bald wurden sie etwas langsamer und ich schloss mich der Gruppe vor mir an. Mit ihnen erreichte ich Kilometer 50 und wir feierten die Durchbrechung der Halbzeit-Marke auf einem Baumstamm mitten im Wald mit einer kurzen Rast und einem Schluck Wasser aus dem Trinkrucksack. Wenig später hatte meine GPS-Uhr keinen Akku mehr und noch ein wenig später meine Laufgruppe. Also wechselte ich wieder und wurde zur „Vorläuferin“ einer neuen Gruppe, da ich die Einzige mit funktionierendem GPS-Track auf dem Handy war. In völliger Dunkelheit und auf einem steilen, rutschigen Anstieg unterhielt ich mich Handy-haltend mit einer sehr sympathisch klingenden Frau. Da sagte sie auf einmal: „Hey, du bist doch die Ella!“ Es war Petra aus Stuttgart vom Startbereich. Zufälle gibt’s.

So erreichte ich den dritten Streckenposten: ein Gasthaus bei Traubing. Dort gab es eine Tomatencremesuppe, einen Latte Macchiato und jede Menge Menschen, die aussahen, als hätte sie ein Laster überrollt. Der Aufenthaltsraum im oberen Stock glich einem Schlaflager mit Krankenstation. Die knapp 60 Kilometer hatten einigen Teilnehmern bereits ordentlich zugesetzt und für viele war das Abenteuer hier zu Ende. Ich fühlte mich noch recht wohl, lediglich mein Sockenproblem beschäftigte mich: Meine Kompressions-Socken hatten mir dermaßen in die Beine geschnitten, dass ich sie unmöglich weitertragen konnte, und andere hatte ich nicht dabei. Doch dann kam die Rettung: ein junges Mädchen, das aufgrund starker Fußschmerzen aufhören musste. Sie lieh mir ihre Socken. Wieder ein toller Zufall: sie passten perfekt. So konnte es für mich weitergehen.

Kilometer 60-72: Nach der Pause hatten wir uns zu einer Vierer-Frauen-Gruppe zusammengefunden: Petra, Andrea, Rike und ich. Zum Sonnenaufgang ging es am Kloster Andechs vorbei und wir starteten in einen etwas wolkenverhangenen, aber trockenen Tag. Mit ihren 60 und 55 Jahren waren Petra und Andrea extrem flott unterwegs, aber irgendwann fanden Rike und ich zu einem schnelleren Rhythmus und gingen etwas voraus. Allmählich meldete sich mein Problem-Knie links außen, das mich auch schon auf dem Jakobsweg und etliche Monate danach begleitet hatte. Die vielen Bergab-Strecken nach Herrsching verlangten mir und meiner Schmerztoleranz alles ab. Aber dank meines anhaltenden „Laber-Flashs“ redete ich die Schmerzen weg und meiner Laufpartnerin das Ohr ab. So erreichten wir, im Unverstand plappernd,  die Zwischenstation „Gasthof zur Post“. Das war ein echter Meilenstein der Strecke. Die Zahl der „Marschierer“ hatte sich inzwischen drastisch reduziert. Wenig später traf auch Mario ein, der solche Schmerzen in den Füßen hatte, dass er meinte, der Weg sei an dieser Stelle für ihn beendet. Wenig später marschierten auch Petra und Andrea an uns vorbei. Andrea lief weiter – sie wollte (oder konnte) nun nicht mehr anhalten – und Andrea dachte eigentlich ans Aufhören. Doch wir überredeten sie weiterzumachen. Und so ging es im Dreierpack auf das letzte Viertel der Strecke.

Kilometer 73-88: Bis zum letzten Streckenposten waren es lediglich 4 Kilometer. Daher machten wir dort keine Pause, sondern nur einen kurzen Toiletten- und Wasser-Stopp. Die letzten 24 Kilometer waren, was ich organisatorisch ziemlich unlogisch fand, ohne offiziellen Streckenposten geplant. Wir quatschten uns bis 12 Kilometer ans Ziel heran, dann lockte ein Mc Donald’s mit einem letzten Latte Macchiato vor dem Zieleinlauf. Was nur ein kurze Pause werden sollte, wurde zu einem längeren Aufenthalt. Denn plötzlich fühlte sich Petra gar nicht mehr wohl. Sie klagte über einen hohen Puls und Unwohlsein. Nach einigem Hin- und Her entschlossen wir uns, die Notfallnummer zu rufen und einen Krankenwagen zu verständigen. Petra wurde abgeholt und vorsorglich ins Krankenhaus zur Untersuchung gebracht. Ihr geht es inzwischen wieder gut. Sie hatte wohl während des Laufens zu viel Magnesium eingenommen, was in Verbindung mit der großen Anstrengung zu dieser Reaktion geführt hatte. Als Rike und ich uns wieder auf den Weg machten, kam plötzlich Mario mit einem neuen Laufpartner, Danilo, um die Ecke geschlappt. Er hatte bei unserem letzten Zusammentreffen am Gasthof ein Paar Flip Flops geschenkt bekommen. Nachdem er sich eine halbe Stunde hingelegt hatte, war er in diesen und abwechselnd barfuß weitergelaufen. Mich wunderte zu diesem Zeitpunkt gar nichts mehr und wir begaben uns gemeinsam auf den letzten Teil unseres Gewaltmarschs.

Kilometer 89-100: Am Anfang noch sehr motiviert, wurde das Laufen mit jedem Kilometer beschwerlicher. Die lange Pause war meinem Körper überhaupt nicht gut bekommen und allmählich wurde es auch für den Kopf anstrengend. Für mich als Läuferin klingen 12 Kilometer wie ein kurzes Mittagspausen-Ründchen, aber beim Gehen sind es knallharte 2-2,5 Stunden auf den Beinen. Zudem gestaltete sich die Strecke auf den letzten Kilometern als ödes An-der-Straße-Entlanglaufen. Doch es half nichts: jetzt gab es kein Zurück mehr. Die Jungs wurden immer motivierter, unter 23 Stunden ins Ziel zu kommen, also zogen wir nochmal ordentlich das Tempo an. Mit Musik auf den Ohren und im Takt meiner klackenden Stöcke ging es über hässliche Asphaltstraßen zurück zum Start unserer Reise. Die letzten Kilometer schienen sich ins Endlose zu ziehen und zu allem Überfluss begann es dann noch richtig zu regnen. Kurz vor dem Zieleinlauf begann ich lauthals zu fluchen: „So einen Scheiß mach ich nie wieder!“ Doch dann kam er endlich: der kleine Zielbogen, der das Ende unseres Mammutmarschs markierte. Wir hatten es geschafft: 100 Kilometer. 22:40 Stunden. Was ein Irrsinn. Was eine unglaubliche Erfahrung.


Der Tag danach.

Im Ziel angekommen, konnte ich kaum mehr gehen. Besonders die Kniekehle meines linken Beins schmerzte wie die Hölle, sodass mir etwas passierte, was ich nach keinem meiner 13 Marathons erlebt hatte: ich verwandelte mich in einen humpelnden Zombie. Nach einer ausgedehnten Badewannen-Session und einer großen Mütze Schlaf geht es mir und meinem Körper ein Tag später sehr viel besser. Beine, Hüfte und Füße zwicken noch, aber das Zombie-Humpeln hat etwas nachgelassen. Und obwohl noch deutlich die 100 Kilometer in meinen Beinen spüre, habe ich mich heute bei dem Gedanken erwischt: „Nächstes Jahr wieder. Dann etwas schneller.“

Immer das Gleiche mit uns Läufern, Verzeihung, Gehern.

 

Für alle, die sich ebenfalls auf das Abenteuer „100 Kilometer Gehen“ einlassen möchten, hier meine Tipps:

  • Einpacken : so wenig wie möglich! Aber auf jeden Fall: 1 Mal Wechselkleidung, 1-2 Paar Wechselsocken, Regenponcho (je nach Wettervorhersage), 1 Paar Turnschuhe oder Gehsandalen zum Wechseln, Hirschtalg oder Pflegestift für die Füße (hatte ich leider
    nicht dabei), Stirnlampe, Handy mit GPS-Route, Power-Bank + Ladekabel, Pflaster oder Tape, Taschentücher, Sonnenbrille, kleine Blackroll, ein paar Energieriegel oder Nussschokolade, Gel, Nüsse oder Traubenzucker für den Notfall (generell nicht zu viel Essen mitnehmen. Die meisten Leute haben viel zu viel Zeug mit rumgeschleppt), Trinkblase, Gehstöcke (kann ich persönlich nur
    empfehlen).
  • Auf den Rücken: ein möglichst leichter Rucksack, zum Beispiel ein Laufrucksack. Das zwingt zum sparsamen einpacken und schont den Rücken. Ich hatte einen von Salomon und war super zufrieden. Wichtig: ein Shirt anziehen, das über die Schultern geht, um Wundscheuern zu vermeiden.
  • Die ersten Kilometer: Was bei allen Läufen gilt, gilt für einen Ultramarsch in hohem Maße: lasst es langsam angehen! Ihr seid etwa 24 Stunden unterwegs. Wer am Anfang sein Pulver verschießt, bereut es hinten raus.
  • Für den Kopf: nie an die ganze Wegstrecke denken, sondern in Teilstücken. Ich habe mich immer von Streckenposten zu Streckenposten gehangelt und mir jederzeit die gedankliche Möglichkeit zum Aussteigen eingeräumt.
  • Falscher Ehrgeiz: Hört auf euren Körper! Sich kaputtzulaufen bringt gar nichts. Wenn die Schmerzen zu heftig werden, ist es überhaupt keine Schande, den Marsch zu beenden. Es zeugt meines Erachtens von mehr Größe, als sich auf „Teufel komm raus“ ins Ziel zu schleppen und am Ende wochen- oder monatelang Probleme zu haben. Es hat nicht nur etwas mit Fitness und Sportlichkeit zu tun, ob man die Strecke bewältigt. Es gehört auch ein wenig Glück und Tagesform dazu. Und das kann man weder vorhersehen noch trainieren.
  • Traut euch! Probiert es einfach mal aus, das Gehen. Es ist ein tolles, ein anderes und, ja, ein anstrengendes Training. Es müssen ja nicht gleich 100 Kilometer sein :-).
By DID44428 01 Jul, 2017

Wir kennen ihn alle - und niemand mag ihn: den inneren Schweinehund. Im Gegensatz zu unserem vierbeinigen Begleiter, der uns motiviert, tröstet und aufmuntert, macht der innere Schweinehund nur eins: uns runterziehen. Anstatt Stöckchen zu holen, wirft er uns Steine in den Weg. Und die sind manchmal so groß, dass das Aufraffen zum Sport zur unüberwindbaren Hürde wird. Aber damit ist jetzt Schluss! Sieben Tipps, wie du deinen inneren Schweinehund in eine Wettkampfsau verwandelst.

Schritt No. 1: Zeig ihm, wer das Herrchen/Frauchen im Haus ist!

Die wichtigste Regel im Umgang mit deinem Schweinehund: Mach dich zum Rudelführer! So lange er seine Pfoten unter deinem Tisch hat, gibst du den Ton an. Also leg ihn an die kurze Leine und bring ihm bei, wie der Hase läuft. Du hältst die Zügel in der Hand. Wenn du ihn richtig lenkst, stehen dir alle Wege offen.

Tipp No. 2: Gib ihm klare Regeln!

Ein Schweinehund muss wissen, wo’s langläuft. Also bring ihm Routinen bei. Ein bestimmter Tag, eine bestimmte Uhrzeit. Kein Wenn und Aber. Bleib konsequent und lasse keine Ausreden zu. Auch wenn es am Anfang schwerfällt – es wird sich lohnen. Auf einmal steht dein Schweinehund bettelnd vor der Tür und will raus, ohne dass du ihn hinter dir herzerren musst. Dann wirst du verwundert auf den Wochenplan schauen und denken: „Was?! Eigentlich ist heute Ruhetag!“

Tipp No. 3: Belohne ihn!

Ein wichtiges Mittel zur Konditionierung deines Schweinehundes ist die Belohnung. Da er ein verfressenes Ding ist, funktionieren Leckerli besonders gut. Aber auch die Aussicht auf ein paar entspannte Stunden im Körbchen oder eine lange Streicheleinheit wirken oft Wunder. Male die Belohnung so detailliert wie möglich aus und halte ihm das Bild beim Laufen vor die Nase wie dem Esel die Karotte. Dann wirst du sehen, wie er läuft. Weiter und immer weiter.

Tipp No 4: Spiele mit ihm!

Schweinehunde hassen nichts mehr als Langeweile. Also locke ihn mit Abwechslung und Spaß. Laufe seine Lieblingsrunde, baue Spielpausen ein, lass ihn rennen und dann wieder entspannt rumtrödeln. Lass ihn die Natur entdecken und räume ihm genügend Zeit ein um rumzuschnüffeln und sich umzuschauen. Du wirst sehen: je weniger Druck du aufbaust und je spielerischer du an die Sache rangehst, desto weniger wird er sich wehren.

Tipp No 5: Vergiss nicht die Erholung!

An alle Ehrgeizigen unter euch, vergesst bitte nicht: Auch ein Schweinehund braucht mal eine Pause! Das darfst du ihm nicht übel nehmen. Wenn die Pfoten wund sind und er hechelt wie ein alter Ackergaul, dann gönne ihm ein wenig Entspannung. Dann kann er sich die Wunden lecken und wird beim nächsten Mal wieder umso schneller mit dir herumtollen.

Tipp No 6: Verbünde dich mit ihm!

Wenn du deinen Schweinehund gezähmt hast, mach ihn dir zum Freund. Wenn ihr erstmal an einem Strang zieht, seid ihr unschlagbar! Gemeinsam läuft sich’s einfach leichter als alleine. Und eines Tages wird er vielleicht sogar vor dir herlaufen und dich hinter sich herziehen.

Tipp No. 7: Mach ihn zur Wettkampfsau!

Nun folgt der letzte Schritt: das Abrichten. Kein Muss, aber wenn du ehrgeizig bist, eine logische Folge der vorherigen Schritte. Melde dich und deinen Schweinehund zu einem Wettkampf an. Lass ihn die Medaillen-Fährte aufnehmen und sich voll auf das eine Ziel konzentrieren. Und wenn ihr zusammen am Start steht, lass die Leine los! Lass ihn Wettkampf-Blut lecken. Und dann musst du nur noch eins tun: zuschauen, wie er sich langsam verwandelt. In die Wettkampfsau, die er immer sein wollte. Und du wirst lächelnd ins Ziel laufen und voller Stolz denken: „Wahnsinn. Das hätte ich nie für möglich gehalten.“

 

 

By DID44428 04 Jun, 2017

Mit der Liebe zum Laufen ist es wie in jeder anderen Beziehung auch: es gibt Höhen und Tiefen. An manchen Tagen möchtest du deine Laufschuhe am liebsten in die Ecke schmeißen und an anderen kannst du dir nichts Schöneres vorstellen, als eine ausgiebige Runde auf deiner Lieblingsstrecke zu drehen. Dieses Auf- und Ab ist völlig normal – das erlebt jeder, der regelmäßig läuft. Wichtig ist, dass du weißt, dass ihr zusammen gehört. In guten, aber vor allem auch in schlechten Tagen. Das Laufen verlangt nicht viel, kann dir dafür aber umso mehr geben. Du musst nur eins machen: dich trauen „ja“ zu sagen. Dann steht einer glücklichen Lauf-Liebe nichts mehr im Wege.

Hier fünf gute Gründe, warum es sich lohnt, sich ins Laufen zu verlieben.

Laufen ist Freiheit.
Im Alltag sind wir oft Zwängen unterworfen. Zeit- und Termindruck, Aufgaben und Verpflichtungen. Da gibt einem die Gewissheit loszulaufen, wann man möchte, zu laufen, wohin einen die Füße tragen, so lange oder so kurz, so schnell oder so langsam wie man will, ein wundervolles Gefühl der Freiheit. An nichts gebunden, von niemandem abhängig zu sein. Einfach den Alltag los- und sich selbst treiben lassen – es gibt nichts Schöneres!

Laufen ist einfach.
Das wohl Schönste am Laufen ist seine Einfachheit. Du brauchst nicht viel außer ein paar Laufschuhe, einen Weg und ein bisschen Zeit. Es gibt keine Regeln, es bedarf keiner großen Vorbereitungen. Einfach raus vor die Haustür, loslaufen und das Glücksgefühl genießen. Ich kenne keinen Sport, der so ehrlich und direkt ist. Nur du, der Himmel über dir und der Boden unter dir.

Laufen ist nur für dich.

Es ist egal, wie lange du läufst oder in welcher Geschwindigkeit. Ob ein Kilometer oder 20 – alles ist besser, als zu Hause auf der Couch zu bleiben. Jeder Schritt zählt und ist wichtig. Dabei wirst du merken: wenn du erst einmal draußen bist, schaffst du in der Regel mehr, als du denkst. Und wenn nicht, ist es auch nicht schlimm. Du warst draußen – das alleine zählt.

Laufen macht stolz.
Und wenn sich das gute Gefühl am Anfang noch nicht so recht einstellen mag, denke daran, wie gut es sich anfühlt, wenn du von einem Lauf zurückkommst und voller Stolz weißt: ich habe es geschafft! Ich bin wirklich schon viel gelaufen und rückblickend kann ich sagen: Egal, wie wenig Lust ich vor einem Lauf hatte - nach dem Laufen geht es mir immer besser. Ich habe noch nie einen Lauf-Kilometer bereut.

Laufen ist: über dich selbst hinauswachsen.
Ich möchte dir nichts vormachen: Laufen kann ziemlich anstrengend sein. Gerade am Anfang. Aber ich kann dir auch versprechen, dass du ganz schnell Erfolge sehen wirst. Dabei ist nicht entscheidend, ob du den typischen „Läuferkörper“ hast. Den haben die Wenigsten. Es geht darum, dass du mit deinem Herzen läufst. Wenn du das machst, wirst du erstaunt sein, zu was dein Körper imstande ist.

Na, schon ein wenig verliebt?
Dann hör auf zu träumen und trau dich! Zieh deine Laufschuhe an, geh raus und stürz dich in dein Lauf-Abenteuer. Du wirst sehen, wie schnell aus schüchterner Lauf-Verliebtheit eine stürmische Lauf-Liebe wird.

By DID44428 25 May, 2017

An diesen sonnigen Frühlingstag im Mai vor drei Jahren erinnere ich mich, als wäre es gestern gewesen. Nach zahlreichen Arztbesuchen, Röntgenbildern, MRTs und Diagnosen schaut mich die Ärztin an und sagt mit zuckenden Schultern: „Dann hören Sie doch einfach auf zu laufen.“ Diese Worte haben sich in mein Gehirn gebrannt. Und gleichzeitig ein Feuer entfacht. Ich bin aufgestanden, mit Tränen in den Augen, und habe geantwortet: „Nein!“

Noch im selben Jahr habe ich zwei Marathons gefinisht.

Ob das vernünftig war oder nicht, sei dahingestellt. Ich möchte damit nicht zum hirnlosen Weitertrainieren mit Laufverletzung anregen. Im Gegenteil. Mein erster und wichtigster Tipp lautet: wenn es bei drei aufeinanderfolgenden Trainings an derselben Stelle zwickt – mach eine Lauf-Pause! Dein Körper sendet dir Signale. Höre auf sie. Lieber rechtzeitig ein paar Tage aussetzen als später Monatelang auf der Ersatzbank sitzen.

Und da wäre ich auch schon bei Tipp Nummer zwei: setz dich nie auf die Ersatzbank. Moderate, der Verletzung angepasste Bewegung ist immer besser, als sich selbstbemitleidend auf die Couch zu verkriechen. Ja, nicht laufen können ist blöd. Aber nur rumsitzen und Trübsal blasen noch viel blöder.

Gefolgt von Tipp drei: such dir Alternativen. Ich weiß - Laufen ist durch nichts zu ersetzen. Dennoch können andere Bewegungsmuster helfen, die Ausdauer zu erhalten, ohne die verletzte Körperstelle zu belasten. Meine beiden Marathons konnte ich nur deshalb finishen, weil ich mich weiterbewegt habe. Und zwar jeden Tag. Mal mit Kniebandage, mal ohne. Ich habe in dieser Zeit meinen Zumba-Trainerschein gemacht, TRX-Training und Rudern für mich entdeckt, mit plyometrischen Übungen meine Sprungkraft verbessert und beim Yoga an meiner Beweglichkeit gearbeitet. Im Übrigen habe ich während dieser Laufpause auch meine Seite Lauf-Liebe gegründet.

Diese Trainingsmuster solltest du nach der Laufpause beibehalten, wobei ich bei Tipp vier wäre: Variety is key ! Jeden Tag laufen tut den wenigsten Körpern gut. Und wenn du nicht gerade vorhast, den nächsten Marathon-Weltrekord zu brechen, musst du das deinem Körper auch nicht abverlangen. Mit dosierten, abwechslungsreichen Lauf-Einheiten sowie ganzheitlichem Training ist die Chance, eine Lauf-Verletzung zu erleiden, um ein Vielfaches geringer. Für mich persönlich bedeutet Abwechslung auch viel mehr Spaß im Training.

Und damit bin ich bei meinem letzten Tipp: verliere nicht deine Freude an der Bewegung! Wenn es dir gelingt, während der Lauf-Pause locker zu bleiben, sie als weitere Herausforderung zu sehen, die du meistern und aus der du stärker hervorgehen wirst, kann sie dir sogar als Chance dienen. Hadere nicht, verkrampfe nicht, ärgere dich nicht über Dinge, die du nicht ändern kannst. Atme tief durch, lächle und bewege dich weiter. Dann läuft es auch bald wieder beim Laufen.

Mehr zu meiner Lauf-Liebe und meinem Knie, das mich so oft davon abhält, unter: http://magazin.bauerfeind.de/verlieb-dich-ins-laufen/

By DID44428 08 Apr, 2017

Wir leben in einer Welt der Selbst-Optimierung. Zeitmanagement-Seminare, Selbstvermarktungs-Kurse und Potentialanalysen gehören im Arbeitsleben schon lange zur gängigen Praxis. Dieses Streben nach Perfektion hat inzwischen auch den Hobbysportler erreicht. Mit Laktattests, Laufbandanalysen, Nahrungsergänzungsmitteln und gezielter Trainingssteuerung möchte heutzutage auch der Läufer von nebenan das Beste aus sich herausholen. Obwohl – oder gerade weil – es um nichts anderes geht als das eigene Ego. Denn, Hand aufs Herz, ob wir nun bei einem Lauf auf Platz 2.365 oder Platz 1.278 landen, interessiert außer uns selbst keinen Menschen.

Warum also dieses Streben nach immer schnelleren Zeiten, ökonomischeren Laufstilen und dem immer perfekteren Körper? Vermutlich ist es das menschlichste Bedürfnis überhaupt. Dies war es, was uns zum "Herrscher der Erde" machte. Wie wir an vielen Stellen unserer modernen Welt erkennen müssen, kann das auch nach hinten losgehen. Und auch bei uns Läufern ist das Streben nach Perfektion nicht immer der Schlüssel zum großen Läufer-Glück. Das habe ich selbst am eigenen Leib erfahren müssen.

Vor etwa zwei Jahren bin ich diesem Selbst-Optimierungs-Wahn verfallen. Headlines wie „Der perfekte Laufstil“, „Lauf-Ökonomie“ oder „Die optimale Lauftechnik“ verführten mich dazu, meinen Laufstil zu hinterfragen. Meine krummbeinige Hopser-Technik war weit entfernt von den raubkatzenartigen Lauf-Sprüngen der Profis. Und da ich ja schneller, besser, schlicht: "perfekter" werden wollte, habe ich gelesen, trainiert und umgestellt, was das Zeug hielt. Vorfußlauf, Mittelfußlauf, Barfußlauf schienen die Zauberworte auf dem Weg ins Laufstil-Paradies. Aber wer schon einmal den Weg einer Lauf-Umstellung eingeschlagen hat, der weiß: er ist verdammt steinig. Und steil. Mit einem einfachen „Simsalabim“ kommt man nicht in den Profi-Himmel. Es bedarf jahrelanger Übung, etlicher Fehlschläge und noch mehr Verteufelungen der eigenen Unfähigkeit, bis der Körper die neue Technik umsetzen kann. Bei mir kamen noch etliche „Muskelkater des Todes“ hinzu. Ich hatte das Gefühl, ich müsse das Laufen neu erlernen und hasste zeitweise jeden Kilometer. Aber ich bin ja ehrgeizig. Also selbst-optimierte ich weiter.  Irgendwann klappte es auch mit der Form, aber der Spaß blieb auf der Strecke.

Bei einem meiner letzten Läufe, als trotz puma-artigem Profi-Lauf, der neuesten GPS-Uhr und einem perfekt abgestimmten Trainigsplan wieder Knie, Hüfte, Schienbein und Beinrückseite schmerzten, wurde mir klar: Die schnelle Umstellung - man halte 2 Jahre gegen 35 - wollte meinem Körper einfach nicht bekommen. Und schneller war ich auch nicht geworden. Eher langsamer, da mich die neue Technik extrem viel Kraft kostete, aber noch keinen wirklichen Vortrieb gab. Doof, dachte ich mir. So war das nicht geplant gewesen. Also entschloss ich mich, den Weg meiner persönlichen Selbstoptimierung zu verlassen. Ich legte meinen Trainingsplan beiseite, versteckte meine GPS-Uhr unterm Pulli und näherte mich wieder meinem natürlichen Laufstil an.

Und, siehe da: der Spaß war wieder da. Ich war wieder bei mir selbst angekommen. Und das fühlte sich gut an. Rein. Echt. Authentisch.

Vielleicht gleite ich nicht gazellenartig durch die Wälder, vielleicht gewinne ich keinen Blumentopf mit meiner Lauferei. Aber, verdammt, es ist MEINE Lauferei. Und ich liebe sie, genau so, wie sie ist: hochgradig unperfekt!
By DID44428 18 Mar, 2017

Bis vor kurzem habe ich mich beim Laufen noch mit Kabelgewirr herumgeschlagen. Seit etwa drei Monaten laufe ich mit Bluetooth-Kopfhörern und ich muss sagen: nie wieder ohne! Oder besser gesagt: mit. Endlich hat sich das Freiheitsgefühl aus den Beinen auf die Ohren übertragen.  Und das zu einem bezahlbaren Preis.

Der Preis ist auch die erste Test-Kategorie - und hier erhält der Sportkopfhörer "Cheetah" von Mpow  die volle Punktzahl. Denn die Bluetooth-Kopfhörer sind bereits ab unschlagbaren 25 Euro zu haben. Zum Vergleich: meine bisherigen Bluetooth-Kopfhörer kosten mehr als das Dreifache.

Da liegt die Vermutung nahe, dass der günstige Preis zu Lasten der Qualität geht – aber auch hier kann das kleine Klangwunder punkten. Nun muss ich sagen, dass ich kein Sound-Nerd bin und nicht einschätzen kann, ob soundmäßig noch Luft nach oben ist. Für mich ist wichtig, dass der Klang sauber rüberkommt, ich die Musik ordentlich laut drehen kann, nix raschelt und der Lautsprecher Außengeräusche isoliert. Das alles kann der Mpow Cheetah und damit ist die Klangqualität für meine „Nicht-Profi-Ohren“ völlig ausreichend.

Viel wichtiger für mich als Läuferin: der Sitz der Kopfhörer. Da hatte ich bislang oft Probleme, weil meine Ohren wohl nicht die typische Kopfhörer-Form haben. Daher sind mirbislang viele Kopfhörer herausgerutscht, gerade, wenn es an die härteren Tempoläufe ging oder es schweißtreibend wurde. Der Mpow Cheetah hat einen stabilen Bügel, der am Hinterkopf verläuft. Dadurch sitzt er perfekt am Ohr und verrutscht nicht. Der robuste Bügel hat allerdings zur Folge, dass der Kopfhörer insgesamt etwas störrisch ist, sodass ich manchmal ein paar Augenblicke brauche, bis ich ihn in die richtige Form gebogen habe. Wenn er dann aber erstmal am Ohr sitzt, wackelt und rutscht nix mehr, auch wenn’s beim Training richtig zur Sache geht.

Stylemäßig gibt es sicherlich schickere Modelle. Der große Bügel ist nicht super schick, aber inzwischen habe ich mich daran gewöhnt. Das Einzige, was mich stört: ich kann ihn nicht unter meinen geliebten Headbands tragen. Erstens steht das recht komisch aus – aber das ist bei In-Ears eigentlich immer der Fall - und zweitens drückt mir der Knopf unangenehm ins Ohr. Aber gut, das ist wohl ein sehr subjektives Urteil.

Zur Bedienung: Selbst für mich als Tech-Muffel lässt sich der Mpow Cheetah sehr leicht und intuitiv bedienen. Die Bluetooth-Verbindung mit meinem Iphone hat sofort geklappt und die angegebene Reichweite mit etwa 10 Metern kann ich bestätigen. Die Bedienung ist über den Kopfhörer an der rechten Seite geregelt. Zu beachten: es gibt nur einen Regler für Lautstärke und Lied-Wechsel. Bei kurzem Drücken verstellt sich die Lautstärke, bei längerem Drücken springt man zum nächsten Song. Das klappt meist ganz gut, kann aber ein paar Anläufe dauern, bis man die richtige „Druck-Dauer“ herausgefunden hat. Für mich zunächst sehr ungewöhnlich: ein Lied vorwärts springt man, indem man auf das „Minus“-Zeichen beim Lautstärke-Regler drückt. Das wäre für mich andersherum logischer gewesen.

Die Akku-Dauer mit 6-8 Stunden kann ich bestätigen. Was ich mir wünschen würde ist eine Möglichkeit, den Akku-Stand einsehen zu können. Denn wenn der Kopfhörer erst einmal per akustischem Signal zu verstehen gibt, dass die "battery low" ist, dann hält der Kopfhörer noch maximal 10 Minuten. 

Insgesamt muss ich jedoch sagen, dass ich mit dem Mpow Cheetah super zufrieden bin und ihn guten Gewissens weiterempfehlen kann. Zumal der Preis wirklich unschlagbar ist. Ich habe jetzt erst gesehen, dass es ihn auch in Pink gibt - ich glaube, da brauch ich noch ein zweites Modell :-).

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By DID44428 17 Mar, 2017

Es ist Sonntagmorgen, kurz vor halb sieben. Die Vögel zwitschern den Morgen herbei. Auch mich haben sie mit ihrem Weckruf erreicht. Ich schnüre meine Laufschuhe, ziehe die Tür hinter mir zu und trabe gemütlich los, der aufgehenden Sonne entgegen. Noch ist es ruhig im morgendlichen München. Ein paar Taxifahrer bringen die letzten Partygäste nach Hause, ein paar Hundebesitzer streifen durch die Straßen und beim Bäcker nebenan werden die ersten, duftenden Brötchen aus dem Ofen geholt. Ansonsten ist es vor allem eins: wunderbar still. Eine Seltenheit in unserer heutigen, von Alltagslärm und Medienmüll überfrachteten Gesellschaft. Eine Stille, die Platz schafft für wichtigere Geräusche: meine Schritte auf dem Asphalt. Mein Atem, der sich diesem Rhythmus anpasst. Meine Gedanken, die plötzlich Raum haben um sich auszudehnen und entspannt vor sich hinzuträllern. Alles begleitet vom fröhlichen Morgenkonzert der Vögel. So schwebe ich dahin, zwischen Gedankenklängen, Turnschuh-Beat und zwitscherndem Klangteppich. So fühlt er sich an, der Rhythmus des Lebens. 

Die Kilometer verfliegen. Irgendwann immer langsamer. Erst acht der geplanten 15 Kilometer sind abgespult. Die Vögel haben ihr Konzert beendet und nun wirkt mein Turnschuh-Takt etwas verloren. Also scrolle ich auf meinem Handy zu meiner Lauf-Playliste und drücke auf „Play“. Schon schallt mein Lieblings-Song durch die Kopfhörer und dringt über meine Ohrmuscheln direkt in die Beine, die plötzlich ganz von alleine laufen. Fast schwebe ich über den Boden. Mein Lauf verwandelt sich in einen Tanz. Der Wald wird zu meinem Ballsaal, der Asphalt zu meinem Tanzpartner. Dann bekomme ich Lust auf mehr und drehe die Musik lauter. Die Lauf-Party kann beginnen! Der Beat treibt mich an und ich verfalle dem immer härteren Rhythmus der Musik. Lauf-Trance. Runner’s High. Dirty Dancing.

Laufen, meine Droge.

Am Ende gebe ich noch eine Sprint-Zugabe und beende meinen Morgen schweißüberströmt, erschöpft, aber voller Endorphine vor meiner Haustüre. Da kommen mir zwei Jungs entgegen. Ebenfalls durchgeschwitzt, erschöpft und voller Endorphine – nein, eigentlich nur „voll“. Wir grinsen uns an. Sie torkeln weiter, ihrem Bett entgegen. Ich hüpfe die Treppe zu meiner Wohnung hinauf, meinem Frühstück und einem sonnigen Tag entgegen. So ändern sich die Zeiten. Aber egal, ob Partynacht oder -morgen - die Party bleibt!

By DID44428 18 Feb, 2017
Ob man morgens oder abends läuft, ist eigentlich egal. Hauptsache laufen. Unter den Läufern gehen die  Vorlieben jedoch auseinander. Die einen schwören auf die Abendstunden, wenn sich die Dämmerung wie ein sanfter Teppich über die Welt legt. Die anderen haben um 7 Uhr bereits ihre morgendliche Laufrunde hinter sich. Ich gehöre zu Letzteren. Ich bin Morgenläuferin. Aus Überzeugung. Und weil ich Frühaufsteherin bin.

Vor zwei Tagen war es endlich soweit: mein erster Sonnenaufgangs-Lauf in diesem Jahr. Am 16. Februar 2017. Sonnenaufgang um 7:19 Uhr. Wie hatte ich das vermisst! Die erste Runde meiner 12-Kilometer langen Laufstrecke musste ich noch im Dunkeln absolvieren. Doch dann, ganz plötzlich, wie auf glitzernden Samtpfoten, schlich sie sich an: die Sonne, diese wundervolle Lebensspenderin. Erst lugte sie noch etwas zögerlich hinterm Horizont hervor. Doch dann wurde sie schnell mutiger und schob sich mit all ihrer Kraft und Wärme übers morgendliche München. Und da war es auf einmal wieder: das Glänzen in meinen Augen, das nur die morgendliche Sonne entfachen kann. 

Magie. An jedem Morgen. Immer gleich und doch stets anders. Darum liebe ich das Laufen in diesen Stunden. Weil es mich jedes Mal aufs neue verzaubert und meinen Blick frei macht für die Schönheit unserer Welt. Ich atme die Natur ein, schmecke die Erwartung eines neuen Tages auf der Zunge und mache das, was in unserem Alltag oft zu kurz kommt: leben! Mit jeder Faser meines Körpers und jedem Quäntchen meiner Sinne. 

Dieses Gefühl habe ich oft beim Laufen. Aber am Morgen ist es besonders stark. Ich laufe leichter. Weil der Alltag noch nicht auf mir lastet. Weil der Tag noch unverbraucht ist. Weil die Welt noch schläft. Weil diese Stunden nur mir gehören. Und den Tautropfen, die im Licht der aufgehenden Sonne um die Wette glitzern. Ich laufe zwischen Vogelgezwitscher, lila Wolken, Morgenduft und dem ultimativen Freiheitsgefühl. Ich laufe weit weg von Sorgen und Problemen. Weil die noch gar nicht wach sind. Ich laufe, weil ich nicht anders kann.Ich laufe nur für mich. Ich laufe. Ich lebe. 

Und dann, nach dem Lauf, gehe ich mit diesem wunderbaren Zufriedenheitsgefühl in den Tag. Voller Energie, Stolz und Lust auf das Leben. Und egal, was an diesem Tag passiert, dieses Gefühl kann mir keiner mehr nehmen. 

Darum laufe ich am Morgen. Probiert es doch auch mal. Kann nichts passieren außer, dass ihr süchtig danach werdet.

Eure Ella.
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